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Cajon lernen

Wie sitze ich richtig auf der Cajon?


Der Spieler nimmt auf dem Cajon Platz. Die Trommel ist also
Sitz und Instrument zugleich. Beim CajonSpiel ist zu
bedenken, dass die Hände nicht von oben nach unten
schlagen (wie etwa bei Congas), sondern von vorne nach
innen (zum Körper hin). Diese Bewegung erfordert ein gut
austariertes Sitzen. Es muss bequem und entspannt sein, und
die Körperhaltung darf keinesfalls einen Haltungsschaden
(Rücken, Wirbelsäule) provozieren.
Die richtige Sitzhaltung beim lernen des
Instruments!

Am besten sitzt man auf dem hinteren Bereich der Sitzfläche.


Die senkrechte Spielfläche zeigt nach vorne, und das
Resonanzloch der Cajon befindet sich entsprechend auf der
Rückseite. Wie beim Sitzen auf einem Hocker sind die Beine
leicht angewinkelt. Als bequem hat sich für viele Spieler
herausgestellt, die Cajon etwas anzukippen. Dadurch rücken
Hände und Spielfläche enger aneinander.
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Die Grundhaltung der Hände


Rechte und linke Hand ruhen entspannt im Bereich der
oberen Kante/Spielfläche des Percussion-Instruments. Die
Daumen sind oben, die Handinnenflächen liegen locker an
der Spielfläche an.

Entspannung ist angesagt!

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Der Spielbereich der Schlagfläche
Alle Schläge spielen sich im oberen Drittel der Schlag fläche
ab. Das gilt auch für den Basston. Dieser wird also nicht tief
unten auf der Schlagfläche ausgeführt, sondern in etwa auf
vertikaler Mitte im oberen Bereich. Tipp: Spielt man am
oberen Rand, sind die Sounds hell. Je weiter weg vom Rand
in Richtung Spielflächenmitte, desto kräftiger und dunkler
werden die Klänge.
Die Spielbereiche der Cajon Schlagfläche

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Welche Cajon Grundschläge gibt


es?
Wie bei vielen Handtrommeln gibt es auch beim Cajon vier
Grundschläge, die für die klangliche Artikulation sorgen.
Diese sind: Bass, Ton, Slap und Tip (Tap).

Mit diesen vier Grundschlägen kann man sich in der Cajon-


Klangwelt bestens zurechtfinden. Meisten reichen auch schon
Bass und Ton aus, um viele Schlagzeug-Grooves (Bassdrum
und Snaredrum) auf dem Cajon auszuprobieren.

Heidi Joubert ist mit Youtube bekannt geworden – hier ein


Einsteiger-Video mit praktischen Tipps von der
Perkussionistin:

Bass
Dieser ist wohl der beliebteste Schlag, weil er warm, tief und
mächtig klingt und das klangliche Volumen der Cajon gut
darstellt.
Die Finger sind dabei gestreckt (eher geschlossen), und man
schlägt mit der Fläche der Finger sowie mit dem vorderen
Bereich des Handtellers. Der Schlag wird im oberen Drittel
der Schlagfläche ausgeführt.
Ton
Der Ton-Schlag (auch „Tone“) ist der „Komplementär-Schlag“
zum Bass. Er wird am oberen Rand weit außen gespielt und
erzeugt einen kurzen, hellen Sound.
Die Finger sind dabei gestreckt und locker zugleich.
Angespielt wird mit den vorderen Fingergliedern. Der Ton-
Schlag aktiviert den Saiten- bzw. Snare-Effekt. Verfügt die
Cajon über Clap-Corners, so werden diese auch mit der Ton-
Schlagtechnik gespielt. Dabei tendiert der Sound in Richtung
Slap.

Slap
Dies ist ein akzentuierter und entsprechend kräftig
klingender Attack-Schlag. Er wird wie der Ton an der oberen
Kante der Spielfläche erzeugt. Dabei schlägt man mit dem
Bereich der Handbeuge am oberen Bereich der Spielfläche an.

Der Slap Groove

Die Finger sind locker und leicht gebeugt. Durch den Aufprall
schnellen die Fingerspitzen quasi zeitgleich auf die
Frontplatte und es entsteht ein Sound, der deutlich lauter und
heller klingt als der Ton. Cajons mit Clap Corners erzeugen
einen ähnlichen Attack-Sound.
Tip
Tips sind ganz leise, kaum hörbare Schläge, die hauptsächlich
als „Füllschlage“ dem Spielfluss dienen. Gespielt werden sie
mit den Fingerspitzen. Das kann am oberen Rand sein oder
auch in der Mitte der Spielfläche, je nachdem welchen
Hauptschlag die Tips begleiten. Die Hand ist locker und die
Finger zeigen leicht nach innen.
Der Tip Groove

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Die Motorik beim Cajonlernen


Die Schläge wie Bass, Slap und Ton werden in Unterstützung
des Unterarms ausgeführt. Alleine aus dem Handgelenk
funktioniert das nicht. Das Handgelenk dient der feineren
Winkelanpassung, damit die Finger kontrolliert auf die
Schlagfläche auftreffen. Dabei erfolgt die Kraft des Schlages
aus dem motorischen Zusammenspiel von Unterarm und
Ellenbogen, so dass Finger und Hände quasi die Energie
unmittelbar auf die Schlagfläche übertragen.

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Vier Cajon Rhythmen für den


Einstieg

Die Grooves 1, 3 und 4 könnt ihr prima als Play-Along


spielen!

Groove 1

Rag ’n ’ Bone Man – Human (Viertel = 75


bpm)
Mit klaren, wenigen Beats im langsamen Tempo bietet
„Human“ einen guten Einstieg. Im Prinzip reichen hier Bass
und Ton aus. Wer möchte, kann auch leise Tips einfügen.

Zu dem Song kannst du den Cajon-Sound beisteuern:

Groove 2
Calypso, Carribean Feel (Viertel = 110 bpm)

In diesem lebendigen und schwungvollen Rhythmus könnt


ihr anstelle der Ton-Beats auch hin und wieder einen Slap
probieren.

Groove 3

Mark Ronson ft. Bruno Mars – Uptown Funk (Viertel


= 115 bpm)

Die absolute Groove-Nummer! Dabei braucht es nur wenige


Beats, um diesen „Funkblaster“ hochzukochen.

Das Video zeigt die die Grooves aus dem Song:

Groove 4

Kelvin Jones – Call You Home (Viertel = 90 bpm)

Eine flockige Akustik-Pop-Nummer, die sich bestens fürs


Cajon-Spiel eignet. Die Tips unterstreichen dabei den
Spielfluss. Viel Spaß beim Üben der Basics mit diesen vier
Grooves!

Hier der Song – du musst den Cajon-Sound beisteuern:

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Sound-Tipps für die Cajon


Das einzige was man in Sachen Tuning machen kann (und
auch nur, wenn man möchte), ist eine Manipulation der
sogenannten „Clap Corners“. Denn die oberen Ecken der
Schlagfläche sind nur am Body angelegt und werden von
Schrauben gehalten. Dreht ihr die äußeren Schrauben (nicht
die in der Mitte!) etwas heraus, lösen sich die Ecken vom
Body. Fazit: Der Clap-Attack-Sound entwickelt sich
deutlicher – er ist leichter zu spielen. Achtet aber darauf, dass
die Schrauben bei der Cajon nicht hervorstehen, sonst könnt
ihr euch daran verletzen!

Wem die Cajon zu dröhnig klingt, der kann ganz einfach ein
kleines Kissen, ein Handtuch o.Ä. in den Innenraum stopfen.
Das Dämpfmaterial sollte aber so wenig wie möglich die
Rückwand der Schlagfläche berühren, um den Sound nicht
abzuwürgen. Probiert’s einfach aus!

Weitere praktische Tipps findest du online in der Cajon


Schule von Martin Röttger:

Du nimmst schon was länger Cajon Unterricht,


beherrschst die ersten Rhythmen und möchtest dir nun eine
neue Cajon zulegen oder sogar einen Cajon Bausatz? Hier
findest du alles Infos rund um die besten Cajons!

Autor: Tom Schäfer


Von der folgenden Internetseite heruntergeladen:

https://www.sticks.de/thema/cajon-lernen/page/3/